Unsere Fahrrad-Werkstatt freut sich auf die Pfandbox-Spenden der Edeka-Märkte

Edeka Martens hat mit seiner Pfand-Spendenbox  in der Flaschenrückgabe schon viele gemeinnützige Projekte in Ammersbek unterstützt. Seit Januar kommen die gespendeten Pfandbons dem Freundeskreis für seine Fahrradwerkstatt in der Georg-Sasse-Straße zu Gute. Noch bis zum 31. März kann auf diese Weise das gemeinsame Flottmachen von Alträdern für die Mobilität von Fahrrädern unterstützt werden.

 

Schäferdresch: neue Flüchtlingsunterkunft  - neue Freundeskreisgruppe vor Ort

Das Interesse an der Besichtigung der neuen Unterkunft am 04.02. war groß. Viele kamen, um sich die beiden neu errichteten Häuser anzuschauen, in deren insgesamt 8 Wohnungen schon bald Flüchtlinge einziehen sollen.  Wohn- und Schlafzimmer bieten jeweils Platz für ein 4-Bett- und ein 2-Bett-Zimmer,  so dass sich jeweils 6 Personen die Küche und das Bad teilen. In der unteren Etage gibt es auch Wohnungen mit drei 2-Bettzimmern.  Die Möbelausstattung wird aus doppelstöckigen Betten, Schrank, Stuhl und Tisch bestehen. Kein Luxus aber eine Unterkunft im Grünen mit hellen Räumen und Blick ins Grüne.

Viele Besucher haben nach der Besichtigung das Angebot des Freundeskreises genutzt, sich im Jugendzentrum nebenan über seine Arbeit und die neue Gruppe „Integrationsteam Schäferdresch“ zu informieren.  Diese hat sich bereits auf die Ankunft der ersten Flüchtlinge organisatorisch vorbereitet und freut sich über das Interesse und die Unterstützung von Nachbarn und Anwohnern aus dem Quartier. Kontakt: . Als Begegnungsstätte wird auch das Jugendzentrum zur Verfügung stehen. Auch nah gelegene Räumlichkeiten für eine Kleiderkammer hat der Sportverein schon in Aussicht gestellt.
Die ersten Bewohner der neuen Unterkunft sind aus der Ohlstedter Straße umgezogen. Es handelt sich um eine Wohngruppe aus afghanischen Flüchtlingen, die schon länger in Ammersbek leben und sich z.T. auch schon gut auf Deutsch verständigen können. Das wird die Kontaktaufnahme erleichtern. Inzwischen ist auch eine syrische Familie eingezogen. Für sie war der barrierefreie Zugang zur Erdgeschosswohnung wichtig, da ein Mitglied auf einen Rollstuhl angewiesen ist.

 

Fortbildungen

Stress-Belastung- Trauma

Die Notfallseelsorgerin Margarete Kohl referierte im Rahmen einer Veranstaltung des Instituts für Ehrenamtlichenförderung  zu diesem Thema in klarer und verständlicher Weise. Die Unterschiede von normalem Stress (lässt uns lernen), dauerhaft zu viel Stress (mindert unsere Leistungsfähigkeit) oder kurzfristig sehr viel Stress (kann traumatisierend sein) war der Beginn. Bis zu der Frage: Was ist eine posttraumatische Belastungsstörung  wurde anschaulich viel Wissen vermittelt.  Die Hauptbotschaft an uns in der Flüchtlingsarbeit war, dass Stabilisieren die zentrale Aufgabe ist! Und wer nicht selbst stabil ist, kann andere nicht stabilisieren.
Interkulturelles Wissen „Mein Nachbar kommt aus Syrien“
Am 06.02.16 gab uns Frau Pagendamm in einer Fortbildung einige interessante und aufschlussreiche Einblicke in die Unterschiede der Sitten und Gebräuche in der arabischen Welt, in der sie 13 Jahre lang gelebt hat. Ihre  Erläuterungen der kulturellen, religiösen und z.T. auch klimatischen Hintergründe für Reinlichkeitsgebote, Höflichkeitsrituale, tradierte Lebensziele und die Stellung von Mann und Frau in der Gesellschaft, haben einiges zum besseren Verständnis beigetragen. z.B. ist Wasser ein wichtiges Element für Reinheit. Bei 40 °C im Schatten ist das werken mit ganz viel Wasser kein Problem, aber bei uns verdunstet es sehr langsam und richtet im Haus Schäden an. Dabei wurde auch klar, dass es „den syrischen Nachbarn“ nicht gibt, sondern es - wie bei uns - viele individuelle, regionale und ethnische Unterschiede der Gebräuche und Verhaltensweisen gibt. Frau Pagendamm ging auf individuelle Fragen sehr kompetent ein.

„Praktische Solidarität mit Flüchtlingen“ – praxisbezogenes Wissen für die Unterstützung von Flüchtlingen in der Kommune

Am 23.02.16 haben 25 Teilnehmer dem interessanten Vortrag von Andrea Dallek vom  Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein aufmerksam gelauscht und  mit ihren Fragen bereichert. Sie erläuterte sehr verständlich die Hintergründe, Unterschiede und Abläufe bei dem Versuch, als Asylbewerber anerkannt zu werden.  Die "Handreichung Flüchtlingshilfe Konkret" wurde neu überarbeitet und kann als pdf Datei von der Internetseite des Flüchtlingsrates S-H heruntergeladen werden! Für die 4-stündige Veranstaltung hatte die Kirchengemeinde Hoisbüttel dankenswerterweise den roten Saal des Kirchenzentrums zur Verfügung gestellt.

 

Unterbringung in Ammersbek, gute Rahmenbedingungen für Integration

Ammersbek hat vergleichsweise gute Rahmenbedingungen, dass die Integration von Flüchtlingen gelingen kann. Mit der dezentralen Unterbringung der Flüchtlinge hat die Gemeinde dafür ein ganz wichtiges Fundament geschaffen. So ist es gelungen fast alle Familien in Wohnungen unterzubringen, wo sie mit ihren Kindern inmitten deutscher Nachbarn leben. Die Kinder gehen zur Kita oder zur Schule, lernen sehr schnell deutsch und  sind für ihre Eltern ein wichtiger Motor, das  Leben in Deutschland kennen zu lernen. Paten helfen dabei Kontakte zu knüpfen und sich im Alltag zurecht zu finden. Von den 34 alleinstehenden Männern konnten bisher 10 in Wohnungen außerhalb der Gemeinschaftsunterkünfte umziehen. Die meisten leben in kleinen Wohngemeinschaften. Auch Männer haben inzwischen Paten gefunden, die sie beim Deutschlernen und beim Einstieg in Beruf und Ausbildung unterstützen.

 

Gesundheitskarte für Flüchtlinge

Eine Erleichterung für alle Beteiligten ist die Einführung der Gesundheitskarte für Flüchtlinge ab dem 01.01. dieses Jahres. Zuvor musste die Verwaltung für jeden Arztbesuch einen Krankenkostenübernahmeschein ausstellen, damit der Arzt die Kosten mit dem Kreissozialamt abrechnen  konnte. Das war für alle Beteiligten sehr umständlich. Allerdings sind die Gesundheitsleistungen für Asylbewerber weiterhin beschränkt auf die sogenannte Notfallversorgung beschränkt. Weitergehende Behandlungen müssen vorher beim Kreissozialamt beantragt werden.
Schleswig-Holstein hilft –Anstecker „Helfende Hände“ :  Ministerpräsident Torsten Albig dankt allen, die sich ehrenamtlich in ihrer Gemeinde für eine Willkommenskultur stark machen und sich für die Integration von Flüchtlingen engagieren. Als sichtbares Zeichen dieses Dankes  gibt es für alle Ehrenamtliche  den neuen Schleswig-Holstein-Anstecker „Helfende Hände“.  
Der Frühling naht – die Kleiderkammer kann aus Platzgründen keine Winterkleidung mehr annehmen. Ab dem 08.04.2016 werden die Regale und Kleiderstangen mit Frühjahr und Sommerkleidung gefüllt.

 

Was aktuell zur Unterstützung der Flüchtlinge gebraucht wird

Frühjahrskleidung für die Kleiderkammer in der Georg-Sasse-Straße
Lohnsteuerjahresausgleich

Der Einstieg in Beruf und Ausbildung ist nicht leicht. Diejenigen, die es im vergangenen Jahr geschafft haben, stehen jetzt vor einem Formular, vor dem sich auch viele Deutsche fürchten: Steuererklärung.
Wer diesen Formularen furchtlos gegenübertritt und seine/ihre Kenntnisse für Flüchtlinge einbringen kann und möchte, wird herzlich gebeten sich beim Freundeskreis zu melden.

Paten

Wir suchen neue Paten für Flüchtlinge, die bald in die Georg Sasse Straße bzw. die Häuser am Schäferdresch einziehen werden! Melden Sie sich gerne bei Frau Hodiamont, Gemeindeverwaltung Ammersbek Tel: 605 81 137 oder Karin Wisch vom Freundeskreis Tel 605 29 21

Sprachpaten

Wenn Ihnen eine Patenschaft als ein zu großes Projekt erscheint, können Sie als Sprachpate Flüchtlinge beim Deutschlernen unterstützen. Mit ein oder zwei Übungsstunden in der Woche kann das im Gruppenunterricht gelernte vertieft und die Aussprache geübt werden. ("ü" und „ö“ sind für die meisten besonders schwer!).

Nachhilfe für Kinder in Mathe gesucht

Wenn Sie Mathe mögen und sich vorstellen können Kinder und Jugendlichen dabei zu unterstützen, den Zugang zu Zahlen und Grundrechenarten zu finden, brauchen wir Sie dringend für Kinder in der 7. und 8. Klasse. Auch der spielerische Umgang mit Zahlen ist fördernd!

Fahrradwerkstatt

Die Fahrradwerkstatt bereitet nicht nur alte Fahrräder auf, damit sie verkehrstüchtig sind, sondern sie leitet die Besitzer/Besitzerinnen auch bei kleinen Reparaturen an. Der feste Stamm von zwei Personen braucht dringend mindestens eine dritte Person, damit auch im Krankheitsfall zwei Personen am Mittwoch nachmittags und am Freitag vormittags vor Ort sind.